Donnerstag, 27. November 2008

Der ethnologische Tick

Aus Anlass des 100. Geburtstags des französischen Ethnologen und Anthropologen Claude Lévi-Strauss gibt es bei Arte einen Programmscherpunkt mit Dokumentationen, Spielfilmen, Interviews und Debatten:
Programminformationen
Arte: Claude Lévi-Strauss. Porträt



Arno Widmann schreibt dazu in der FR von heute unter dem Titel:
Der ethnologische Blick

"...Bourdieu erinnert daran, dass wir dank Lévi-Strauss begriffen haben, dass "die Wilden" nicht anders denken, sondern auch die abstrusesten Gedankengebäude und sozialen Institutionen eine erforschbare Logik haben. Der westliche Rassismus wurde durch Lévi-Strauss praktisch beseitigt, indem er und seine Schüler ethnologische Verfahren auf die eigene Gesellschaft, die eigene Kultur, Kunst und Literatur anwandten. Das ist das große Verdienst, das ist die andauernde Leistung des Claude Lévi-Strauss."


Was würden eigentlich heute die einst "Jungen Wilden" mit ihrem Ethno-Chic in der schwarzen Volkspartei dazu sagen?
Vermutlich wurden sie ohnehin von der Forschung aus- oder überblendet.

Mittwoch, 26. November 2008

Gab es bei Lidl nicht schon mal Überwachungskameras…?

BILD bild.et Banden

Wichtige Dinge kann mensch keiner Regierung überlassen!




Fundort:
Klimacamp08 geblogt

»Die Liebe ist ein seltsames Spiel«

Authentisch und spontan soll sie sein, die Liebe, ...

zum Weiterlesen:

diskus

Postkoloniales Sprechen

Nach 20 Jahren jetzt auch auf Deutsch:
Gayatri Chakravorty Spivak: "Can the Subaltern Speak? Postkolonialität
und subalterne Artikulation". Mit einer Einleitung von Hito Steyerl, Turia + Kant, Wien 2008

Das MALMOE Heft 40 liefert zum postkolonialen Charakter des deutschsprachigen Raumes lesenwerte Texte.

MALMOE: Postkoloniales Sprechen


Von Hito Steyerl und Encarnación Gutiérrez Rodríguez wurde bereits 2003 herausgegeben:
Spricht die Subalterne deutsch?
Migration und postkoloniale Kritik

Lässt sich die Debatte um postkoloniale Kritik auf den deutschen Kontext anwenden oder ist sie schlicht irrelevant? Dieser Frage gehen in diesem Sammelband die Beiträge von Patricia Alleyne-Dettmers, Maria do Mar Castro Varela, Luzenir Caixeta, Nikita Dhawan, Fatima El Tayeb, Umut Erel, Grada Ferreira, Cathy S. Gelbin, Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Anil K. Jain, Kien Nghi Ha, Annette Seidel-Arpaci, Hito Steyerl , Shirley Tate und Tanya Ury nach.

Dass Auma Obama deutsch spricht, darüber wundert sich Herr Michael Hanfeld von der FAZ:
Obamas Schwester spricht deutsch

Und hier zitiert in der Süddeutschen Zeitung Lilith Volkert, wie "richtige Deutsche" sprechen:
"Es sind so viele Menschen in Afrika" .

Sichtbare Intelligenz

Intelligenz lässt sich heute in der Größe eines Reiskorns unter die Haut pflanzen:

Der winziger Ausweis: RFID-Chip.

Dienstag, 25. November 2008

the art of critique

Was ist Kritik? In der Nachfolge zweier einflussreicher Essays von Michel Foucault und Judith Butler überprüft diese Ausgabe von transversal die Virulenz dieser Frage nach der "Kunst der Kritik". In den Beiträgen werden die seit Jahrhunderten entwickelten Bedeutungen der Kritik etwa als Unterscheidungsvermögen, kritische Haltung oder praktisch-kritische Tätigkeit gleichermaßen problematisiert wie auch neue Formen und Begriffe der Kritik als verkörperte Kritik, gegenhegemoniale Intervention, Widerstand oder Exodus.
Teil I dieser Ausgabe wurde im August 2008 veröffentlicht und nun durch fünf weitere Texte ergänzt.

http://eipcp.net/transversal/0808

Neue Texte:
Alex Demirović: Kritik und Wahrheit. Für einen neuen Modus der Kritik
Hakan Gürses: Die größten Kritiker der Elche sind heute welche, oder: Ist eine „atopische Kritik“ möglich?
Patricia Purtschert: Nicht so regiert werden wollen: Zum Verhältnis von Wut und Kritik
Karl Reitter: Kritik als Überwindung der Donquichoterie. Zur Entfaltung der Kritik bei Marx
Ulf Wuggenig: Paradoxe Kritik

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eipcp - european institute for progressive cultural policies
a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b
a-4040 linz, harruckerstrasse 7

www.eipcp.net